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 Stolpersteine Gartenstraße 9Standort anzeigenVisitenkarteGartenstraße 9 31303 Burgdorf  Alle Kontaktdaten »

Informationen

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Stolpersteine Gartenstraße 9
Branchen/Rubriken: Mahnmale / Gedenkstätten

Anschrift:

Gartenstraße 9
31303 Burgdorf (Bürgersteig vor dem Haus)

Beschreibung:

Stolpersteine in der Gartenstraße 9 für Hermann Cohn und Rosalie Cohn geb. Lindenbaum
verlegt am 11. September 2007

 Gartenstraße 9 © Stadt Burgdorf© Stadt Burgdorf Stolpersteine Gartenstraße 9 © Stefan Heinze© Stefan Heinze

Hermann Alexander Cohn war der letzte Vorsteher der Synagogengemeinde in Burgdorf. Er ist am 12. September 1882 in Burgdorf geboren worden. Sein Vater David hatte in der Feldstrasse 7 eine Schlachterei gegründet. In diesem Haus sind Hermann, seine Brüder Carl, Julius und Emil und seien Schwestern Johanna und Helene zur Welt gekommen. Aber das Haus Gartenstrasse 9, das Vater David 1909 gebaut hat,  mit der großen Schlachterei wurde zum Mittelpunkt der Familie.

Die vier Cohn-Brüder haben alle im ersten Weltkrieg als Soldaten ihrem Vaterland gedient. Carl ist 1916 in Frankreich gefallen. Hermann zog sich in Mazedonien eine Malaria-Erkrankung zu, unter der er das ganze weitere Leben  zu leiden hatte.

Seine Frau Rosalie Cohn geb. Lindenbaum wurde am 8. Oktober 1884 in Dortmund-Huckarde geboren. Das Ehepaar hatte eine Tochter Senta, die im Mai 1939 nach London emigrieren konnte. Sie ist im März 2007 in Berlin im Alter von 93 Jahren gestorben.

Hermann Cohn wollte mit seiner Frau Rosalie nach Australien ausreisen, ist dann aber doch in Burgdorf geblieben. Am 6. Dezember 1941 sind beide nach Riga deportiert und dort 1942 ermordet worden. Das Todesdatum ist unbekannt.

Riga-Überlebende, das Ehepaar Katz aus Lehrte, haben berichtet, Hermann Cohn habe einen schweren Tod gehabt.